Dienstag, 6. Oktober 2015

Es war einmal eine Nagelroutine...


Ü

Heute gibt's einen Blogpost über das Thema Nagelpflege. Schritt für Schritt werde ich euch zeigen und erklären was und wie ich mein Zeugs so nutze. Basis für die Pflege sind unlackierte und sozusagen unbehandelte Nägel.


Zuerst feile ich meine Nägel mit einer Glasfeile in die gewünschte Form, bei mir ist es eine eckige Form mit abgerundeten Kanten. Danach buffere ich meine Nägel an. Welche Feile ich dafür benutze, hängt davon ab, wie rissig und gesplittert meine Nägel sind. Da meine Nägel Phasen haben, in denen sie sehr dünn und brüchig sind, muss ich da Vorsicht walten lassen. Ich kaufe regelmäßig neue Feilen, da ich nur sehr feinkörnige benutze und die sich sehr schnell abnutzen. Diesen Spaß mit "nur in eine Richtung feilen" spar' ich mir, da mir das zu lang dauert. Schande über mein Haupt. Abschließend poliere ich meine Nägel mit einer Polierfeile. Das beugt Verfärbungen vor, denn wenn man sie nur anraut, brennt sich der Nagellack förmlich ein, daher hinterher immer schön glätten bevor man lackiert. Dieses ganze Prozedere führe ich mehr oder minder gründlich aus. Wenn ich Zeit habe vor dem Fernseher, kann das mal ne halbe bis dreiviertel Stunde dauern, wenn ich dringend ein neues Schätzchen lackieren will und meine Nägel gut drauf sind, lasse ich es auch mal ganz weg. Pingelig bin ich allerdings genau dann, wenn ich Chrom Lacke tragen will. Dann ebne ich meine Nägel geradezu akribisch und poliere solange, bis alles glänzt. Denn diese Metallic Lacke zeigen alle Unebenheiten. Auch die, die man mit bloßem Auge vorher nie gesehen hätte. Abgesehen von der Glasfeile (die ich aus der Apotheke habe) benutze ich für das Buffern und das Polieren nur Feilen von p2 oder Essence. Die sind gut und günstig und ich kann es mir bei meinem Verschleiß nicht leisten, Feilen für 10€ zu benutzen. 


Kommen wir weiter zum Nagelöl. Das benutze ich regelmäßig, ca. nach jedem zweiten Lackieren. In Nagellackkreisen ist man überzeugt, dass das Ölen gegen Splittern hilft. Da ich da,ist auch immer mal wieder Probleme habe, bilde ich mir ein, dass es hilft. Gefühlt verstärkt es meine Nägel auch. Das Öl gefällt mir besonders gut, da das Fläschchen so konzipiert ist, dass man wirklich alles Öl rausbekommt und nicht noch danach fischen muss. Es kostet irgendwas um die 2€. Leider weiß ich nicht, ob es mit dem letzten Sortimentswechsel aus dem Sortiment gegangen ist. Das Öl reibe ich nach Lust und Laune eine Zeit lang ein. Eine gewisse Einwirkzeit muss schon gegeben sein, da man sich den Spaß sonst auch sparen kann. Allerdings wische ich die Überreste nach spätestens 10 Minuten wieder ab, wenn ich noch lackieren möchte. Die Nägel müssen so fett- und ölfrei sein wie möglich, damit der Farblacke so lange hält wie möglich. 


Kommen wir nun zum Basecoat. Eigentlich habe ich nie welchen benutzt, weil viele ihre Versprechungen von "Nichtverfärben" über "7 in 1 Funktionen" nicht halten können und sie viele Farblacke irgendwie fleckig werden lässt. Jedoch habe ich Anfang des Jahres Microcell 2000 ausprobiert, um meine wie mehrfach erwähnten brüchigen Nägel zu stärken. Man merkt, dass ich kaputte Nägel habe, oder? Nun ja, das ist der einzige Basecoat, der hält, was er verspricht. Seitdem ich Microcell benutze, sind meine Nägel viel stärker und gesünder geworden. Ich merke auch sofort, wenn ich ihn einige Zeit nicht lackiere, weil ich zuviel Glitzer lackiere und dafür einen anderen Basecoat benutze. Also von meiner Seite aus ist es eine absolute Kaufempfehlung, er ist seine knappen 11€ definitiv wert. 


Wenn ich mal wieder das Bedürfnis habe, eine Ladung Glitzer über mein Design zu kippen, benutze ich den Peel-Off Basecoat von p2. Davon lackiere ich eine gute Schicht und lasse sie trocknen, bis sie durchsichtig ist. Wenn die Schicht zu dünn ist, kann man das Ganze hinterher nicht gut abziehen, sondern muss es abpulen und dann kann man sich die Warterei auch ganz sparen. Wenn der Base Coat trocken ist, kann man ganz normalen Farblack auftragen und mit Freuden Gltizer auftupfen, draufpinsel, raufwerfen oder sonst wie. Möchte man "Ablackieren" (Ja, eigentlich gibt's das Wort ja nicht, aber es sagt trotzdem jeder), kann man einfach am Rand der Nagellacks knibbeln und ihn mit etwas Glück in einem Ganzen abziehen. Es gibt jedoch Glitzerlacke, mit denen das "Peelen" besser geht und welche, mit denen es so gut wie gar nicht funktioniert. Aber für die 3€, die er kostet, ist er eine wirklich gute Investition, wenn man mit ihm stundenlangem Abknibbeln und auch der etwas schnelleren, aber Nagellackentfernerverschwendenden Alufolienmethode entgehen kann. 


Wo wir gerade vom Nagellackentferner sprechen, diesen hier benutze ich. Er ist von Rossmann und kostet ca. 60 Cent, weshalb die Kassiererin mich immer ein wenig schräg anguckt, wenn ich mit 5 Flaschen meinen Vorrat mal wieder auffülle. Er ist acetonfrei, riecht genauso chemisch wie alle anderen NLE und unterscheidet sich nicht besonders von anderen Entfernen. Ich finde ihn allerdings am wirkungsvollsten, da ich bei allen anderen immer gefühlsmäßig unendlich reiben muss, bis sich mal irgendwas tut. 


Meinen Säuberungspinsel mit dem ich die Nagelränder von Nagellack und Glitzer befreie und alles in Ordnung bringe, ist von Amazon. (Gebt dort einfach Nail Art Pinsel ein, da kommt eine Riesenauswahl) Ich habe ein Set aus 15 Pinseln, von denen ich nur einige zum Säubern benutze. Hat ungefähr 3-4€ gekostet und kommt aus China. Sie erfüllen ihren Zweck und ich bin für den Preis sehr zufrieden mit Ihnen. Die restlichen Pinsel kann man bestimmt auch gut einsetzen, fällt für mich aber flach, da ich nicht die ruhigsten Hände habe. 


Wenn ich fertig mit Lackieren, Tupfen oder Stampen bin, benutze ich mittlerweile fast immer Topcoat. Früher habe ich das seltenst gemacht, aber Netztuch gibt es einige Gründe, um es doch zu tun. Bei Gradients beispielsweise verwischt der der Topcoat den Übergang zwischen den einzelnen Farben nocheinmal besser als jedes Schwämmchen. Auch lässt er fast jede Unebenheiten, die aus Glitzer resultieren, verschwinden. Dann benutze ich auch noch welchen, damit meine Designs länger halten. Wenn ich viel in der Uni zu tun habe, kann ich nicht alle zwei Tage umlackieren und ich bin ein ausgesprochener Feind von Tipwear. Gleichzeitig ich benutze nur noch Quick Dry Topcoats. Bei dem ganzen Gedöns mit mehreren Schichten, mit dem Glitzer und allem, würde es mir einfach zu lange dauern, zwischen jeder Schicht zu warten, bis alles komplett getrocknet ist. Dafür bin ich auch viel zu ungeduldig. Kommen wir jetzt dazu, welchen ich benutze. Auf dem Bild seht ihr den Insta Dry von Sally Hansen. Der hat mir lange sehr gute Dienste geleistet, momentan probiere ich mich an dem neuen Quick Dry von Trend it up aus. Zu den verschiedene Topcoats wird es allerdings mal einen eigenen kleineren Post mit ausführlichen Berichten geben. 


Wenn dann alles gefeilt, geölt, gebasecoatet, lackiert und getopcoatet ist (wahlweise auch schon direkt nach geölt oder gebasecoatet einzufügen), benutze ich noch dieses kleine Wundermittel. Die Lemony Flutter von Lush ist für die Nagelhaut. Die wird bei mir durch das viele Lackieren und Säubern und wieder Lackieren ordentlich strapaziert und Bedarf ausreichender Pflege. Die Creme ist extrem reichhaltig, deshalb benutze ich winzig kleine Mengen, wodurch das Zeug monatelang hält. Ich benutze sie immer am Schluss, weil sie meine Pflegeexkursion so schön abrundet. Sie hat eine absurd lange Einwirkzeit, darum nehme ich sie ab und zu auch nachts vorm schlafen gehen. Mit, ich glaube, 12€ ist es ganz schön viel Geld für so ein kleines Töpfchen. Aber sie hält wirklich ewig und ist meiner Meinung nach einen Kauf wert.

So, das war es auch "schon" mit meiner Nagelroutine. Vielleicht hilft es euch ja auch. 
Macht's euch flauschig! 
Lisa

1 Kommentar:

  1. Es gibt keinen besseren Nagellackentferner als den von Isana! Ich kaufe immer den mit Aceton, da ich absolut keinen Unterschied bemerke. Wenn ich da mit meinen fünf Flaschen an die Kasse komme, werde ich auch schräg angeschaut. :D

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